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Technologie 2015-01-29T22:50:06+00:00

100 Jahre Supraleitung, 25 Jahre Hochtemperatursupraleitung

Vor 100 Jahren entdeckte der niederländische Physiker Heike Kamerlingh Onnes, dass der elektrische Widerstand von Quecksilber sprunghaft auf null sinkt, wenn das Metall mit flüssigem Helium auf unter 4,2 Grad Kelvin, also minus 269 Grad Celsius, abgekühlt wird. Erst Ende der 1950er Jahre konnten John Bardeen, Leon Cooper und John Schrieffer eine funktionierende quantenmechanische Theorie der Supraleitung formulieren, wofür sie 1972 den Nobelpreis für Physik erhielten. Mit dem „BCS-Modell“ zeigten sie, dass sich bei tiefen Temperaturen die Leitungselektronen zu sogenannten Cooper-Paaren zusammentun, die sich ohne jede Wechselwirkung, also widerstandsfrei, durch das Festkörpergitter bewegen.

Vor 25 Jahren entdeckten Johannes Bednorz und Karl Alex Müller aus dem IBM-Forschungszentrum bei Zürich eine neue Klasse von komplex aufgebauten Materialien, die bei sehr viel höheren Temperaturen als die klassischen Supraleiter Strom widerstandsfrei leiten. Schon 1987 wurden sie dafür mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet.

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